Amazon – Keine Pakete zu Weihnachten?

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Im aktuellen Arbeitskampf der Gewerkschaften und Mitarbeiter gegen das Online Versandhandelshaus Amazon geht es immer heftiger zu. Die Gewerkschaft Verdi will erzwingen das die Mitarbeiter nicht mehr nach dem günstigen Logistiktarif bezahlt werden, sondern nach dem deutlich höheren Vesandhandelstarif. Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger, gab gegenüber der Zeitung Welt am Sonntag, in ihrer Form als Gewerkschaftsvertreterin zum Ausdruck das man die Streiks jederzeit bundesweit ausweiten könnte, und dabei auf besonders sensible Tage zurückgreifen werde. Die Gewerkschaft Verdi will hier die Position und natürlich auch die Bezahlung für die knapp 110.000 Mitarbeiter verbessern. Bereits seit Mai diesen Jahres streiken Amazon Mitarbeiter und einzelne Standorte immer wieder um die bessere Bezahlung zu erzwingen.

Natürlich hat die Welt am Sonntag auch die Gegenseite gehört. Amazon Deutschland Chef Ralf Kleber gab hier sein Unverständnis zum Ausdruck. Er machte klar das Amazon in keine Tarifverhandlungen einsteigen wird, da diese sowieso nur der Gewerkschaft nutzen, und nicht dem Unternehmen. Im derzeitigen Logistiktarif zahle man bereits klar Überdurchschnittlich, zudem würde man in direktem Dialog mit den Mitarbeitern stehen, für sowas bräuchte man Verdi nicht.

Das bedeutet das sich beide Parteien nicht aufeinander zu bewegen, sondern nur weiter voneinander entfernen. Die bundesweite Ausdehnung von Streiks könnte vor allem an Schlüsseltagen zu heftigen Verlusten bei Amazon und den Marketplace Verkäufern, die Amazons Lager & Versandservice nutzen, führen. Gerade diese „sensiblen Tage“ werden wohl unter anderem der 29.11. (Erscheinungsdatum Playstation 4) und die letzten 3-4 Tage vor Weihnachten sein. Sollte sich hier nichts bewegen droht ein absolutes Weihnachtschaos und ein Haufen sehr wütender Kunden, die vermutlich einen Großteil ihrer Ware umtauschen werden weil sie zu spät angekommen ist.