Club Ohne Namen – Die Trilogie – Exklusive Leseprobe

Cover Club 3 Entwurf 1

Der letzte Teil der Trilogie

Club ohne Namen BOD CoverbildHallo zusammen,

Hier gibt es einmal eine Leseprobe meines ersten Buches. Es würde mich wirklich brennend interessieren was ihr davon haltet. Meint ihr das könnte interessant werden!? Interessiert ihr euch für die Geschichte, oder findet ihr es langweilig, und uninteressant? Ich jedenfalls habe aus dieser kleinen Geschichte eine komplette Trilogie gemacht, die mir sehr sehr viel Spaß gemacht hat. Jeder der das Buch bisher gelesen hat, und natürlich auch die darauf folgenden, war begeistert. Nun stelle ich das ganze mal online, um auch eure Meinung zu hören…

Ihr könnt natürlich frei kommentieren, ich freue mich über jedes Feedback. Der Text stammt allerdings von den ersten Seiten des ersten Buches meiner Trilogie. Leider hatte ich kein Cover mehr von Club ohne Namen, das auf die schnelle greifbar war. Ich weiß, ich bin einfach nicht sortiert genug, aber “i schwöhör!” ich bin dabei das zu ändern! So jetzt aber los…

Einige Monate war es jetzt schon her das mein Freund und Arbeitskollege Michael mir von diesem Club erzählt hatte. Eine Internetseite ohne Namen, nur eine IP Adresse. Ein echt toller Sex Club meinte er, aber bisher hatte ich nur einen Chat gefunden. Die restlichen Optionen waren immer noch blockiert, offensichtlich war diese Internetseite immer noch nicht fertig. Michael meinte aber es sei eine Erfahrung die man unbedingt machen müsste, ein Club wie man sonst keinen finden würde. Man würde etwa erleben können sagte er immer, aber mir war die ganze Sache suspekt. Persönlich konnte ich diesem Chat nicht besonders viel ab empfinden. Immer wieder erzählten die Mitglieder von ihren sexuellen Abenteuern, die sie zufällig erlebt hatten. Abenteuerlich ging es da wirklich zu. Man konnte kaum glauben dass so viele Menschen einfach so aufeinander trafen und Sex hatten, ohne sich zu kennen. Einfach nur so der Lust zu liebe. Auch wenn ich diese Geschichten schon teilweise sehr erregend fand konnte ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen wie das ganze funktionieren sollte. Auch redete Michael nie Klartext. Nur Phrasen wie ” … warts doch mal ab… ” oder ” … du wirst schon sehen… ” waren aus ihm herauszubekommen. Klar war aber auf jeden Fall das Michael sich seit einem Jahr etwa stark verändert hatte. Er war wesentlich ausgeglichener, und hatte seine Arbeitsleistung um ein vielfaches gesteigert. Er war Single so wie auch ich, und sonst war er nur so ausgeglichen wenn er mit einer neuen Liebe gerade mal wieder ganz besonders glücklich war. Er hatte bei Frauen genau dasselbe Glück wie ich, nämlich gar keins. Beide waren wir keine schlechten Männer, und sicherlich auch keine schlechten Partien, aber immer wieder gerieten wir an Frauen die nur an unser schwer erspartes heran wollten, oder solche die es mit der Treue nicht so genau nahmen. Einmal hatte Michael es sogar mit einem Swinger Club zu tun bekommen, weil seine Freundin ihn dort reingeschleppt hatte. Er hatte zugestimmt, doch als seine angebetete sich so richtig amüsierte wurde er eifersüchtig und verprügelte Wahllos andere Männer, was ihm sicherlich zu mehr als einem Hausverbot verhalf. Ich selbst hatte mich auf solche Spielchen nicht eingelassen, aber immer wieder wurde ich enttäuscht. Die wahre Liebe ist wohl nur eine Geschichte, von der frisch verliebte gerne träumen. Mir jedenfalls war sie noch nicht vergönnt. Das war auch der Grund warum Michael mir von diesem Club erzählte, so sagte er zumindest. Ich konnte mir nicht erklären wie er durch einen Chat im Internet so ausgeglichen sein konnte. Meiner Meinung nach spielten sich dort doch nur halbstarke Jugendliche ihre sexuellen Fantasien als real vor. Wer glaubt schon das man einfach von einer schönen unbekannten nach dem Kneipenbesuch verfolgt wird, und dann irgendwo im Stadtpark eine heiße Nummer schiebt, oder das man im Billard Salon auf der Toilette die Traumfrau schlechthin findet, und sie hat sich nicht verlaufen, sie will nur dich! Einfach unglaubwürdig oder ? Ich maß dem ganzen nicht besonders viel Aufmerksamkeit zu, trieb mich aber doch immer wieder in diesem Chat rum. OBEL-X war mein Synonym. Nur ganz selten schrieb ich selber, ich schaute lieber zu was die anderen so schrieben. Es war irgendwie lustig diese ganzen Geschichten zu lesen, die so unglaubwürdig waren, das sie fast schon wieder realistisch zu sein schienen. Ich glaubte nicht an solch einen Tinnef. Mir erschien es unmöglich, außerdem wie sollten denn die Frauen von den Männern Wind bekommen, und wie sollten sie sich die Kerle aussuchen, man musste sich ja nur mit E-Mail und Geburtsdatum anmelden. Ein Foto oder eine Beschreibung wurde im Club nicht verlangt. Nicht einmal eine Altersüberprüfung wurde durchgeführt. Wie auch immer das ganze funktionieren sollte wollte Michael mir auch nicht sagen.

Es war ein ganz normaler Arbeitstag. Ich kam gerade von einem Kunden aus Duisburg zurück. Ein mehr oder minder lohnenswerter Auftrag war es gewesen. Ich war jedenfalls mit meiner Arbeit zufrieden gewesen. Viel hatte ich für meinen Betrieb heute zwar nicht verdient, aber der beste Verdienst eines guten Betriebes waren wohl zweifellos zufriedene Kunden. Mein Firmenwagen, ein kleiner Golf, in Schwarz, meine Lieblingsfarbe übrigens, war leider immer noch ein Nichtraucherauto. In meinem Betrieb waren Raucher im Allgemeinen nicht gerne gesehen, und es war nicht leicht sich immer mit meinem Laster zu verstecken. Nur wenn wir einen Internen Lehrgang hatten war es uns in den Pausen erlaubt zu Rauchen, und nur dann offenbarten sich die vielen Raucher unter uns Vertretern. Eigentlich rauchten wir alle, aber unsere Kunden bekamen davon nie etwas mit. Immer frischer Atem, kein Rauchgeruch in der Kleidung. Immer ein perfektes Auftreten war die oberste Direktive der Geschäftsleitung. Bloß nicht auffallen, das war unser größtes Ziel, na ja und natürlich ein Gutes Geschäft abzuschließen. Da nicht viele Chefs und Manager rauchten, und/oder das Laster verstanden war es auch gut so dass ich für meinen Teil nur morgens vor der Arbeit, und abends danach rauchte. Die Tatsache im Firmenwagen nicht rauchen zu dürfen machte mir den Feierabend nicht immer einfacher, denn wenn ich meine Arbeit getan hatte, suchte mich die Sucht doch recht oft Heim, und es überkam mich das ich anhielt und am Straßenrand eine Zigarette rauchte. Pfeifen oder Zigarren wie Michael sie zu genießen wusste waren einfach nicht mein Fall. Auch an diesem Tag hatte ich ein Geschäft abgeschlossen. Es musste so ungefähr um die halb elf gewesen sein, als ich den kleinen Parkplatz ansteuerte der eigentlich kaum frequentiert wurde, denn es war der letzte Parkplatz vor der Autobahnausfahrt. Warum jemand einen Parkplatz baut der sich keine zwei Kilometer vor Autobahnende befindet habe ich mich nie gefragt, aber eigentlich ist es doch eine Frage die gestellt werden sollte. Wie dem auch sein sollte, die Nacht war fortgeschritten, und es war stockfinster. Nicht ein einziger Stern war am weiten Himmel zu erblicken. Nur meine Scheinwerfer warfen ein wenig Licht auf die Parkplatzauffahrt als ich ein bog um meiner Lust auf eine Zigarette nachzugeben. Irgendwie war mir nicht gut. Ich fragte mich wieso nicht. Vielleicht war das Mittagessen nicht gut gewesen, diese Pommesbude kannte ich immerhin noch nicht, wie auch so oft war ich ja nicht in Duisburg. Jedenfalls hatte ich ein flaues Gefühl in der Magengegend. Ob es eine böse Vorahnung gewesen war, oder einfach nur die dünne Currysoße vermag ich nicht mehr zu sagen aber mein Gefühl sollte mich an diesem Abend, oder besser in dieser Nacht nicht täuschen. Mit einem klicken stellte ich dem Motor meines Dienstwagens ab als ich mir einen Parkplatz in der Mitte des Rastplatzes ausgesucht hatte. Rastplatz ist eigentlich die falsche Bezeichnung, außer Parkplätzen gab es hier nichts, und ich war der einzige der an diesem Abend hier war. Die Scheinwerfer beleuchteten die nahe gelegene Leitplanke die die Autobahn abgrenzten und mit prüfendem Blick schaute ich mich um, bevor ich aus dem Wagen Ausstieg. Ich war der einzige, ja soviel war sicher. Ein wenig Bammel hatte ich immer auf solch einem verlassenen Parkplatz aus zu steigen, man wusste ja nie was für gestalten sich hier aufhielten, und das angrenzende Waldstück war auch nicht gerade vertrauenserweckend. Immer wieder hörte man doch davon dass auf solch vermeintlich verlassenen Plätzen mitten in der Nacht Leute überfallen wurden. Als ich mir meiner Einsamkeit gewiss war stieg ich aus, und streifte mein Jackett ab. Auf dem Beifahrersitz fand es seinen üblichen Platz. Ich ging einmal um den Wagen und setzte mich auf die Motorhaube. Auf diese Weise konnte ich beobachten wenn jemand auf mich hinzukam. Ein geübter Griff förderte die Schachtel Zigaretten, aus meiner Hemdtasche zum Vorschein, die dort auch ihren üblichen Ruheplatz hatte. Bei mir war alles immer gleich. Ich legte meine Sachen immer gleich ab, und wusste so auch immer wo sie zu finden waren. Ein Langweiliges Leben, so sollte man meinen, aber ich war ein Mensch der die Ordnung liebte, und immer alles wieder finden wollte, ohne lange suchen zu müssen. Ein weiterer Griff in meine Hosentasche förderte mein Zippo zum ans Tages, oder besser Scheinwerferlicht. Ein klicken öffnete meine grüne Zigarettenschachtel aus Kunststoff. Meiner Meinung nach die beste Möglichkeit die mittlerweile recht teuer gewordenen Glimmstängel aufzubewahren, konnte diese Plastikbox doch verhindern das auch nur der geringste Knick an die Zigaretten kam. Lässig wie immer wenn ich alleine war hing mir die Fluppe aus dem Mundwickel, und mit dem typischen klicken öffnete sich mein Zippo. Ich liebte den Klang dieses Feuerzeugs war er doch nicht nur arttypisch, sondern er verrät auch heute noch das es sich um ein Qualitätsprodukt handelt. Knisternd fraßen sich die Flammen in die Zigarettenspitze, nur um kurz danach im Feuerzeug erstickt zu werden. Ein Schwall bläulichen Dunstes zog sich über den Parkplatz als ich den Rauch ausstieß. Das Nikotin das meine Lungen füllte beruhigte mich, auch wenn ich mir immer wieder sagte, dass ich auch hätte aufhören können, wo ich doch sowieso nicht so viel rauchte. Schlimm war dieses Laster, aber es gehörte genauso zu meinem Tag wie das morgendliche aufstehen, und die Fahrt zur Zentrale in Bonn. Wir waren ein unabhängiges Unternehmen von Finanzberatern, und Steuerexperten die es sich zur Aufgabe gemacht hatten nicht nur die großen Fische zu betreuen, sondern auch den kleinen Menschen zu helfen wo es nur ging, auch wenn wir hier nicht viel verdienen konnten. Eigentlich eine Noble Einstellung, aber wir machten immer unseren Schnitt, auf die eine oder andere Weise, und unsere Kunden waren immer glücklich gewesen, auch wenn wir sie mit unseren Gebühren teilweise ganz schön über den Tisch zogen. Wir verstanden es alle, aufgrund unserer psychologischen Grundausbildung, dem Kunden weiß zu machen das er ein Gutes Geschäft gemacht hatte, obwohl wir eigentlich die waren die ab kassierten Bei mir hatte sich zumindest noch niemand beschwert. Nicht immer waren unsere Methoden sauber und korrekt, doch unser Ziel erreichten wir immer. Die ganze Branche der Finanzdienstleistungen besteht doch heutzutage nur noch aus Abzockerei und Betrug, so sagte ich es mir immer wieder, und eigentlich waren wir die einzigen die es schafften den Kunden zumindest weiszumachen sie stünden sich mit uns wesentlich besser. Nicht immer war das so, aber ich redete es mir ein, und schaffte es auch mein Gewissen so zu beruhigen. Erneut stieß ich einen großen Schwall Rauch aus. Diese Zigarette genoss ich ganz besonders, es war immerhin erst meine zweite für heute, und ganz bestimmt nicht die letzte.

Wie aus dem Nichts erschien plötzlich jemand im Kegel meines Scheinwerferlichtes. Ein Motorradfahrer offenbar, denn diese Person war ganz in schwarzes Leder gehüllt, und erschreckte mich ganz gehörig, denn ich hatte bei bestem Willen nicht damit gerechnet hier und heute noch jemanden zu sehen. Langsam und bestimmt schritt diese Person auf mich zu. Nervös zog ich an meiner Zigarette, und harrte der Dinge die da kommen mussten….

*** to be continued ***

 

 

P.S.:

Ganz ehrlich, je öfters ich darüber nachdenke desto mehr versuche ich mich von dem Gedanken zu trennen die Story in einen Blog umzuwandeln, was durchaus gehen würde… was denkt ihr?

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