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Deliver us the Moon – wie realistisch ist eine Mondbesiedelung | Frankies Testwelt

Deliver us the Moon – wie realistisch ist eine Mondbesiedelung

Im Videospiel Deliver us the Moon erzählen uns die Entwickler eine schrecklich realistisch wirkende dystopische Geschichte vom Mond als letztem Ausweg der Menschheit. Die Erde ist bereits seit vielen Jahren wegen Ressourcenknappheit im Krieg und eigentlich ist alles auf dem einst blauen klumpen Gestein im All aufgebraucht. Der Mond bietet dank einer zufällig entdeckten Ressource jedoch die Chance Energie zur Erde zu transferieren und das in großem Maße, so das der Mond die Erde versorgen kann. Dafür braucht es aber eine permanente Basis, Erzabbau auf dem Mond, Kraftwerke und solche Einrichtungen. Doch plötzlich bricht die Verbindung ab und wir werden als letzte Chance auf den Mond geschickt. Nur eine Person, die allerletzte Chance. Während wir Deliver Us the Moon getestet haben haben wir uns immer wieder gefragt wie realistisch eine solche Situation wäre und vor allem wie realistisch eine permanente Mondbasiedelung überhaupt wäre.

Wir haben uns zu dem Thema mal schlau gemacht und feststellen müssen das eine permanente Mondbesiedelung im Prinzip komplett unmöglich wäre. Glücklicherweise brauchen wir die Zahlen nicht mehr selbst zu recherschieren, das haben ander bereits getan. Wir berufen uns also gerne auf einen redaktionellen Artikel aus der Redaktion von Betway, die eine sehr übersichtliche Infografik dazu gestaltet haben. Zum einen müsste man in der Lage sein je Mensch, der auf dem Mond leben soll ca. 800.000 Kalorien im Jahr zu erschaffen bzw. zu züchten. Das würde bedeuten das eine kleine Crew von etwa 50-60 Mann etwa 100-150 Gewächshäuser, wie sie heute geplant sind benötigen würden um funktionieren zu können. Diese würden im Jahr aber gleichzeitig fast eine halbe Million Tonnen Wasser benötigen. Natürlich wird das recycled, genauso wie die Luft zum atmen aber dennoch muss auch das alles technisch gelöst werden, was Wartung und Personal erfordert.

Alleine die Kosten für eine permanente, kleine Mondbasis wären locker bei 7,5 Milliarden Euro, allerdings lediglich bei einer 4 köpfigen Besatzung der Mission. Das reicht freilich nicht um zum Beispiel den Mond als Startbasis für extrasolare Missionen zu nehmen. Gehen wir alleine von der Gewinnung von Kraftstoff (sofern auf dem Mond etwas gefunden wird das Kraftstoff liefern kann), der Montage, Startvorbereitung und Ausbildung einer adäquaten Besatzung aus, bräuchten wir bestimmt 100 Mann permanentes Personal auf dem Mond, die Kosten würden expoldieren und sicherlich nur global tragbar, schon garnicht von einem einzelnen Land. 7.500 Milliarden oder 7,5 Billionen Dollar, was ungefähr dem doppelten Brutto Sozialprodukt von Deutschland entspricht. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen das das kein einzelnes Land stemmen könnte.

Aber wie kann es möglich sein das die Menschheit weiter davon träumt?

Es liegt auf der Hand, die Forschung muss sich weiterentwickeln. Theoretisch haben wir bereits die Technik (siehe Video oben) um Gebäude direkt auf dem Mond drucken zu können und somit könnten wir bereits vorab eine Mondbasis bauen und diese auf Herz un Nieren prüfen bevor wir unsere Leute dort hoch schicken. Ein Atomkraftwerk könnte hier für ausreichend Abwärme zum Beheizen der Gebäude und ausreichend Strom für den Betrieb der Einrichtungen sorgen. Begraben unter der Mondoberfläche wären die meisten Strukturen auch relativ sicher, zumindest vor den meisten Einflüssen, denn es wäre immernoch zu klären wie man die gut und gerne 2800 Kg Meteoritenmaterial behandeln will die jährlich auf dem Mond niedergehen. Ebenfalls muss man bedenken das jeder Astronaut zusätzlich noch 150 Minuten trainieren muss alleine um die Nebenwirkungen der geringeren Schwerkraft zu kompensieren, auch das kostet viel Frei- und Arbeitszeit.

Sicherlich wäre die erfolgreiche Besiedelung des Monds die Feuerprobe für die Menschheit um sicherzustellen das wir auf wirklich entfernten Welten überhaupt eine Chance haben, aber soweit sind wir noch lange nicht, egal wie die Visionäre unserer Zeit heißen mögen, ob Jeff Bezos oder Richard Branson oder wie sie auch immer heißen wollen. Die Entwicklung autonomer Bau und Versorgungssysteme ist bei weitem noch nicht so weit wie sie sein müsste. Zusätzlich müsste man sich vielleicht mal Gedanken machen wieviel Sinn es macht einen unwirtlichen Ort wie den Mond besiedeln zu wollen wenn man nichtmal seinen eigenen Planeten zu retten bereit ist.

Die Frage also ob wir den Mond in absehbarer Zeit wirklich besiedeln werden ist wohl nicht nur eine Geldfrage sondern vor allem eine Frage des Sinns. Dennoch sind wir mal gespannt wie lange es noch dauern wird bis die ersten Raumgefährte auf dem Mond landen, immerhin ist das letzte bemannte Schiff, das den Mond erreicht hat am 7.Dezember 1972 gestartet. Das ist fast 50 Jahre her, wird langsam mal Zeit oder was meint ihr? Ich bin höllisch gespannt was die nächsten Jahre bringen und vor allem welche neuen Erkenntnisse wir daraus schließen werden…